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Stand: September 2026
Münster, 2020
Design Basics II, Bachelor 2. Semester

Wie kann ein Pavillon am Münsteraner Aasee aussehen, der zum Lesen und Verweilen einlädt? Und lassen sich die Qualitäten einer Lichtung in ein Gebäude übertragen? Aus diesen Fragen entstand die „Transposition einer Lichtung“. Im Rahmen der Aufgabe „Archetypische Materialien“ galt es, am Nordufer des Aasees einen Ort zu finden und dort ein Lesehaus für Kontemplation und Lesen zu entwickeln. Die Wahl fiel auf eine kleine Lichtung am Rande eines Waldes mit Blick auf den See. Nach einem Tag vor Ort ergaben sich drei Räume: einer zum Einfinden vor der Lichtung, einer zum Verweilen und Lesen, der sich nach oben lichtet, und einer zur Kontemplation, der sich zum See öffnet. Um waldähnliche Strukturen zu erzeugen, wurde die Grundfläche von 18 x 6m in 0,3m-Quadrate gerastert. Aus dem Baumbestand abgeleitete Zentren stehen dabei für weitere „Bäume“ und erzeugen über radiale Streuungen einen Grundriss aus Verdichten und Lichten. Die extrudierten Holzbalken bilden unten den Boden, in der Mitte die Stützen und oben das Dach. Im Detail steht die Holzstruktur auf einem Stahlskelett in einer Betonwanne, während das Dach mit einer konkaven Kehle zur seitlichen Wasserableitung abschließt. Die massiven Balken werden mit Schwalbenschwanzverbindungen verbunden und mit einem 30mm Radius aus dem Möbelbau versehen, sodass im Boden und unter der Decke eine ornamentale Wirkung entsteht.
Betreut durch Prof. Kirsten Schemel
in Teamarbeit mit Joshua Neuhaus